Fairtrade Kaffee – Mache die Welt gerechter

Was bedeutet Fairtrade im Zusammenhang mit Kaffee? – Ganz einfach: Sozialer, gesünder, nachhaltiger! Und indem Du Fairtrade Kaffee konsumierst, kannst Du die Welt ein kleines bisschen gerechter machen. Doch nicht nur das: Du sorgst dafür, dass der Kaffee ohne Beeinträchtigungen der Umwelt angebaut wird.

Warum macht Fairtrade Kaffee die Welt gerechter?

Jahr für Jahr werden weltweit rund 170 Millionen Säcke Kaffeebohnen geerntet. Das sind etwa 10 Millionen Tonnen (ein Sack umfasst 60 kg). Ein Drittel davon stammt aus Brasilien. Ca. 20 % kommen aus Südostasien. Ansonsten wird Kaffee in Kolumbien, Äthiopien, Indien, Honduras, Mexiko und Peru angebaut. Insgesamt gibt es weltweit 76 Staaten, in denen Kaffee geerntet wird. Vor allem für die Entwicklungsländer ist die Kaffeebohne deshalb einer der wichtigsten Exportrohstoffe.

Und obwohl mit Kaffee Milliarden umgesetzt werden, müssen die Arbeiter auf den Plantagen mit Hungerlöhnen auskommen. Die Website Deutschlandfunk Nova berichtet über die Situation der Kaffeebauern in Honduras: Von dem in deutschen Märkten verkauften Kaffee erhalten sie nur etwa 5 % des Verkaufspreises. Ca. die Hälfte des Kaufpreises geht für Frachtkosten, Steuern und Zölle drauf.

Sowohl Arbeiter als auch Besitzer von Plantagen haben den Händlern gegenüber eine miserable Verhandlungsposition. Solange das so bleibt, wird sich die Situation um diese Ungerechtigkeit nicht verändern. Und ganz nebenbei erwähnt: Laut aktiv-gegen-kinderarbeit.de sind in Kenia 60 % der Kaffeearbeiter Kinder.

Fairtrade Kaffee

Bild: PublicDomainPictures (Pixabay)

Abgesehen von den ungleichen Handelsbeziehungen führt die Erderwärmung zu zunehmenden Ernteausfällen. Darüber hinaus verursachen schwankende Weltmarktpreise, dass die Kaffeebauern ihre Produktionskosten zeitweise nicht decken können.

Die Kaffeekonzerne geben im Hinblick die Mittelverteilung den Ton an. Und natürlich kommen sie nicht aus den produzierenden Ländern, sondern hauptsächlich aus Europa. Die 3 größten Firmen machen 35 % vom Kaffeemarkt aus und heißen Nestlé, Jacobs und Lavazza. Sie bestimmen das Spiel.

Du willst nicht Teil dieser Machenschaften sein? Vielmehr möchtest Du einen Beitrag dazu leisten, diesen Zustand zu beenden? Dann solltest Du Fair Trade Kaffee kaufen.

Was ist Fairtrade Kaffee?

Mit dem Kauf von Fairtrade Kaffee stellst Du sicher, dass das Produkt unter gerechten Bedingungen erzeugt und gehandelt wird. Du sorgst also dafür, dass Plantagenbesitzer und vor allem die Arbeiter gerechte Löhne erhalten. Kaffeehändler nehmen ihnen die Bohnen zu fairen Preisen ab, so dass sie eine nachhaltige Existenzgrundlage haben.

Was Fair Trade Kaffee im Einzelnen bedeutet, ist aber vom jeweiligen Zertifizierungssystem abhängig.

Fairtrade Siegel

Achte auf das Fairtrade-Siegel! Wenn Du Kaffee mit dem Fairtrade Siegel kaufst, sicherst Du im Gegensatz zu vergleichbaren Siegeln auch einen Mindestpreis für die Bauern. Das Siegel steht nicht nur für soziale Bedingungen und das Verbot von Kinderarbeit, sondern auch für eine nachhaltige Produktion. Mehr dazu erfährst Du in meinem Artikel Fair Trade Produkte – Kaufe mit gutem Gewissen.

Rainforest Alliance

Falls Du Deinen Fokus noch mehr auf ökologische Landwirtschaft richtest, achte auf den kleinen grünen Frosch! Er symbolisiert das Zertifizierungssystem „Rainforest Alliance“. Neben Menschenrechten geht es hier im Besonderen um das Ökosystem und Nachhaltigkeit. Bei „Rainforest Alliance“-zertifiziertem Kaffee kannst Du sicher sein, dass der Kaffee im Einklang mit der Natur wächst.

GEPA und andere

Auch das Siegel von „GEPA – The Fair Trade Company“ ist ein Garant für fair gehandelte, gentechnikfreie Bioprodukte. Neben diesen drei Siegeln gibt es noch viele Weitere.

Fairtrade Kaffee – Bio muss es sein!

Fairtrade Kaffee

Bild: Justinite (Pixabay)

Kaffee Fair Trade bedeutet also nicht automatisch auch Bio-Qualität. Trotzdem empfehle ich Dir wenigstens auf Deine eigene Gesundheit zu achten. Denn wer weiß schon so genau, was Pestizide und mineralischer Stickstoffdünger mit Deinem Körper machen? Und Gentechnik ist in der Bio-Landwirtschaft ebenfalls verboten.

Leider ist es mit der Bio-Qualität genau so wie mit den Fairtrade-Siegeln. Denn trotz aller Kontrollen gilt: Am Ende kannst Du nie zu 100 % sicher sein, dass der Kaffee unter einwandfreien Bedingungen entstanden ist.

Welcher Fairtrade Kaffee schmeckt am besten?

Im Idealfall findest Du Fair-Trade-Kaffee in Bio-Qualität im Unverpacktladen in Deiner Nähe. Am besten, Du informierst Dich dort. Wenn im Unverpacktladen fündig wirst, schlägst Du 2 Fliegen mit einer Klappe:

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  • Durch Deinen Kaffee-Konsum nimmst Du keine ungesunden Inhaltsstoffe auf.

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  • Du sorgst dafür, dass die Arbeiter auf den Plantagen ein Leben haben, welches auch wirklich lebenswert ist.

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  • Die Umwelt leidet nicht, weil weder Wälder beeinträchtigt werden noch die weltweiten Mülldeponien vergrößert werden.

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Ansonsten findest Du Bio-Fairtade-Kaffee aber auch in Supermärkten, Discountern, Weltläden, Biomärkten und natürlich im Internet. Und jetzt empfehle ich Dir drei fair gehandelte Bio-Kaffees, die Du bedenkenfrei kaufen kannst. Nicht nur, weil Du damit für mehr Gerechtigkeit auf der Welt sorgst, sondern vor allem weil sie schmecken.

Ich probiere regelmäßig unterschiedliche Kaffeesorten. Als Backup habe ich immer den Bio-Fairtrade-Kaffee von Kaufland zu Hause. Kaffeegeschmäcker sind sehr unterschiedlich. Deshalb steht es mir nicht zu, Dir bestimmte Sorten konkret zu empfehlen. Ein paar Inspirationen hätte ich aber trotzdem. Ich stelle Dir jetzt ein paar Unternehmungen vor, die weit über die Erfüllung von Fairtrade-Kriterien hinausgehen und das Thema Kaffee im Zusammenhang mit sozialer und ökologischer Gerechtigkeit leben:


Fairtrade Kaffee – Original Food Kaffa Wild-Kaffee 

„Original Food“ unterstützt seit 2003 durch ein nachhaltiges Entwicklungsprojekt die Regionen Kaffa und seit 2016 auch Sheka im Südwesten Äthiopiens. Außerdem engagiert sich das Unternehmen auch in weiteren Regionen wie Ecuador und in Nepal. Wichtigste Voraussetzung ist es, lokalen Kleinbauern und ihren Familien die Nutzung der natürlichen Ressourcen langfristig zu ermöglichen und die lebenswichtigen Regenwälder zu bewahren.

„Original Food“ steht für:

  • Fairtrade-Zertifizierung
  • Erfüllung der Naturland-Richtlinien
  • Kaffeebohnen aus reiner Wildsammlung
  • Den Kleinbauern wurden von Beginn an hohe Preise gezahlt
  • Bewahrung der Regenwälder

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Fairtrade Kaffee – Coffee Circle Premium Kaffee Buna Dimaa 

„Coffee Circle“ hat seit seiner Gründung im Jahr 2010 gemeinsam mit seinen Kunden mehr als 490.000 € Spenden generiert, die in soziale Projekte in den äthiopischen Kaffeeregionen investiert werden konnten. All das war vor allem durch den Verkauf des hauseigenen Kaffees möglich. Besonders wichtig ist der Direct-Trade-Ansatz: Also der Umgang mit den Kaffeeproduzenten auf Augenhöhe.

„Coffee Circle“ steht für:

  • Fairtrade-Zertifizierung
  • pro verkauften Kilogramm fließt 1 € in soziale Projekte
  • Rückverfolgbarkeit bis zum ursprünglichen Anbaugebiet
  • persönliche Beziehungen zu den Kaffeebauern
  • Faire Einkaufspreise
  • Nachhaltige Anbaumethoden

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Fairtrade Kaffee – Green Cup Coffee Nossa Senhora 

Fairtrade Kaffee„Green Cup Coffee“ bezieht den Kaffee direkt von den Farmen und achtet auf fairen und natürlichen Anbau. Ohne Chemikalien oder Planzenschutzmittel. Den Kaffee röstet der Inhaber selbst. Der Kaffee kommt aus Zimbabwe, Peru, Guatemala, El Salvador und Costa Rica.

„Green Cup Coffee“ steht für:

  • Fairtrade-Zertifizierung
  • Rückverfolgbarkeit bis zum ursprünglichen Anbaugebiet
  • Einkaufspreise werden immer oberhalb des Weltmarktpreises gezahlt
  • Bewahrung der Regenwälder

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Falls Du Dich grundsätzlich für das Thema Fairtrade interessierst, lies meinen Artikel Fair Trade Produkte – Kaufe mit gutem Gewissen!