Ist der Klimawandel eigentlich wirklich von Menschen gemacht? Was heißt das eigentlich genau und wie sehen die bisherigen Klimawandel-Folgen aus? Dieser Beitrag wird Dir Antworten auf diese und viele weitere Fragen rund um den Klimawandel geben. Und da wir schon dabei sind, lies Dir meine Empfehlungen durch, wie Du ganz einfach dabei helfen kannst, den Klimawandel zu stoppen.

Was ist der Klimawandel?

Der Begriff „Klimawandel“ ist allgegenwärtig. Überall hört man das Wort. Es werden Fragen nach den Ursachen und den Folgen des Klimawandels gestellt. Aber wie lautet eigentlich die Klimawandel-Definition?

Ich mache es mir gerne leicht. Deshalb beginne ich damit, einfach Wikipedia zu befragen. Ich fasse die Erkenntnisse zusammen, verzichte dabei aber zugunsten der Lesbarkeit auf eine wissenschaftliche Zitierweise: „Klimawandel bezeichnet eine Veränderung des Klimas – also Abkühlung oder Erwärmung.

Die Verwendung globale Erwärmung als Synonym für Klimawandel ist jedoch wissenschaftlich nicht korrekt, da“ die derzeitige globale Erwärmung lediglich eine Phase des gesamten Klimawandels darstellt. Der Begriff hat sich aber umgangssprachlich etabliert. Also bleiben wir doch dabei.

Klimawandel Ursachen – Wie entsteht die globale Erwärmung?

„Ein Klimawandel beruht im Wesentlichen auf einer Veränderung des Strahlungsantriebs. Dieser resultiert aus den atmosphärischen Konzentrationen von Treibhausgasen wie Kohlenstoffdioxid (CO2), Methan (CH4) und Wasserdampf (H2O).“ Diese Gase lassen die Sonnenwärme in die Atmosphäre hinein, halten Sie aber davon ab, herauszugelangen. Sie wirken also wie das Glas eines Treibhauses. Deshalb der Begriff Treibhausgase.

Sind wir wirklich für die Klimawandel Folgen verantwortlich?

Klimwandel Folgen

„Der Zwischenstaatliche Ausschuss für Klimaänderungen (IPCC), der den Stand der Wissenschaft im Auftrag der Vereinten Nationen zusammenfasst, kam 2007 zu dem Schluss, dass die Erwärmung der Atmosphäre und der Ozeane seit Beginn der Industrialisierung vor allem auf der Freisetzung von Treibhausgasen durch den Menschen beruht, wobei CO2 den Hauptfaktor des Erwärmungsprozesses bildet.

Der IPCC schreibt in seinem 2013 erschienenen fünften Sachstandsbericht dass es extrem wahrscheinlich ist, dass die Menschen mehr als 50 Prozent der 1951–2010 beobachteten Erwärmung verursacht haben. “ Daher kommt auch der Begriff anthropogener (vom Menschen erschaffener) Klimawandel.

Auf der offiziellen Website der Europäischen Union finden wir die Hauptursachen für die extreme Freisetzung von Treibhausgasen:

  • Verbrennung von Kohle, Erdgas und Erdöl
  • Abholzung von Wäldern
  • Ausbau der Viehzucht (Verdauung von Kühen und Schafen)
  • Stickstoffhaltige Dünger

Zusammengefasst deutet doch verdammt viel darauf hin, dass wir Menschen für die derzeitige Phase des Klimawandels verantwortlich sind. Doch selbst in dem unwahrscheinlichen Fall, dass wir die Erderwärmung durch unser Verhalten „nur“ fördern, müssen wir dringend alle Hebel in Bewegung setzen, die in unserer Macht stehen.

Klimawandel aktuell – Die Klimawandel-Folgen

Wo stehen wir im Jahr 2020? Was ist schon passiert? Zahlen bietet dazu die Website des Umweltbundesamtes. Seit Beginn der Industrialisierung – also sprechen wir von 150 bis 200 Jahren – ist die Konzentration von CO2 weltweit um 44 % gestiegen. Die 10.000 Jahre davor war sie nahezu konstant.

Obwohl man doch annehmen müsste, dass Industrie, Politik und Verbraucher anhand der Berichterstattung in den Medien in den letzten Jahren umweltbewusster geworden sein müssten, erschreckt man sich beim Blick auf die Zahlen:

Die Konzentration von Kohlendioxid, Methan und Lachgas steigt weltweit weiterhin Jahr für Jahr. Muss ich daraus schließen, dass die internationale Klimapolitik uns nur vorgaukelt, den Klimawandel aufhalten zu wollen? Das Ziel, die Erderwärmung bis zum Jahr 2100 auf weniger als 2° C zu begrenzen, scheint nicht ernsthaft verfolgt zu werden. 1° C davon haben wir übrigens seit 1881 schon draufgelegt.

In Deutschland scheint das Umweltbewusstsein zumindest ansatzweise vorhanden zu sein. Hierzulande sind die Treibhausgas-Emissionen um 27,5 % seit 1990 gefallen. Das war allerdings auch nicht schwer: Damals haben wir 1.250 Millionen Tonnen Kohlendioxid, Lachgas und andere Treibhausgase pro Jahr freigesetzt.

Im globalen Emittenten-Ranking sind wir trotzdem noch auf Nr. 6! Nur China, USA, Indien, Russland und Japan sind größere Klimasünder.

Was bedeuten schon Statistiken, wenn man das Resultat nicht konkret vor Augen hat? Empfehlen kann ich Dir dazu die Doku-Serie „Unser Planet“ auf Netflix und den zugehörigen DuMont Bildband „Unser Planet“. Hier siehst, Du wie vielfältig und schön unsere Erde NOCH ist. Zugleich wird aber auch das bisherige Ausmaß der Umweltveränderungen mit eindrucksvollen Bildern dokumentiert.

Was hat der Klimawandel mit unserer Natur angestellt?

Klimwandel FolgenDie Folgen des Klimawandels sind auch auf der Greenpeace-Seite dargestellt. Was hat es denn nun bewirkt, dass der Planet um 1° C wärmer geworden ist? Listen wir mal auf:

Extremes Wetter

Aus den Ozeanen verdunstet mehr Wasser, das letztlich von den Wolken aufgenommen wird. Dies führt zu extremerem Wetter. Einerseits mehr Starkregenfälle und Unwetter, andererseits Dürren. Im Ergebnis stehen Bodenverluste, ausgetrocknete Seen und Flüsse sowie Waldbrände; vor allem aber Wassermangel.

Auf der anderen Seite gibt es immer häufiger Hochwasser, wie wir sie auch in Deutschland schon häufiger gesehen haben. Das alles nimmt nicht nur Tieren ihre Lebensgrundlage (das Artensterben hat bereits begonnen). Es kostet Tausende von Menschenleben.

Gletscher schmelzen

Nicht nur am Nordpol und in der Antarktis, sondern überall auf der Welt sieht man die Gletscher förmlich dahin schmelzen. Am Nordpol ist das vom Meer bedeckte Eis in den letzten drei Jahrzehnten bereits um mehr als 10 % reduziert worden. Die Oberfläche ist sogar fast halbiert worden.

Klimwandel FolgenFür Betreiber von Skigebieten ist es lediglich ein wirtschaftlicher Verlust. In der Tierwelt bedeutet es Artensterben im großen Stil. Im Internet findest Du eine Vielzahl erschreckender Vorher-/Nachhervergleiche. 

Steigender Meeresspiegel

Und wenn das arktische Eis schmilzt, steigt der Meeresspiegel. Aktuell sind wir bei einem Plus von 25 cm seit Beginn der Industrialisierung. Sturmfluten und die Versalzung von Böden verursachen gerade bei am Meer gelegenen Städten Existenzängste.

Während Industriestaaten noch durch ihre wirtschaftliche Kraft Maßnahmen ergreifen können, gibt es schon jetzt Umweltflüchtlinge aus Entwicklungsländern.

Klimawandel-Folgen – Das erwartet unsere Erde im Jahr 2050

Die bisherigen Auswirkungen haben zumindest mich darauf aufmerksam gemacht, dass ich helfen muss, die Erderwärmung aufzuhalten. Leider sind wir aber immer noch zu wenige, die den Ernst der Lage erkennen. Die meisten Raucher ändern ihr Verhalten erst dann, wenn sie ihre Krebsdiagnose bekommen und es eigentlich schon zu spät ist. Genau das darf uns beim Thema Klimawandel nicht passieren. Gerade in Deutschland spüren wir das Problem noch nicht so sehr am eigenen Leib. 

Deshalb müssen wir uns anhand von Prognosen vergegenwärtigen, dass wir dringend handeln müssen. Doch wie sieht unsere Zukunftsprognose aus? Gehen wir mal davon aus, dass die Erdbevölkerung weiterhin wächst und wir weltweit nichts an unserem Konsumverhalten ändern

  • Das extreme Wetter wird sich verschärfen.
  • Die Zahl der Umweltflüchtlinge wird aufgrund des steigenden Meeresspiegels ein deutliches Ausmaß annehmen. Unterschiedliche Studien prognostizieren Steigungen zwischen 30 cm und 1,70 m. Wenn nichts passiert, können wir uns nicht nur von den Philippinen und den Fidschi-Inseln verabschieden. Sylt kämpft bereits jetzt gegen das Meer an. Und zwar an fast allen Seiten der Insel.
  • Laut Biodiversitätsrat wird der Bestand an Korallenriffen um bis zu 99% bis 2050 reduziert sein. Das wäre eine Katastrophe für die Artenvielfalt in den Meeren. Und letztlich auch für die Menschen, die von der Fischerei leben.

Auch für die Forscher ist es schwer abzuschätzen, welches Ausmaß die Folgen Klimawandel annehmen werden. Was passiert mit den Meeresströmungen, wenn durch die Gletscherschmelze die Salzkonzentration in den Ozeanen reduziert wird? Wird Methan in großen Mengen freigesetzt, wenn der Permafrost schmilzt?

Wir sollten nicht immer vom Worst-Case ausgehen. Trotzdem ist es wichtig, dass wir uns jetzt ändern und mit gutem Beispiel voran gehen. Falls Du jetzt sagst: „Wieso? Mein Leben ist doch völlig nachhaltig“. Dann berechne doch mal Deinen CO2 Fußabdruck mit dem WWF-Klimarechner! Aber erschrecke Dich nicht über das Ergebnis! Wenn die gesamte Weltbevölkerung so leben würde wie ich, bräuchten wir nach dieser Berechnung immer noch 1,92 Planeten. Bitte hilf auch Du mir mit Deinem Kommentar, mich zu bessern.

So können wir den Klimawandel stoppen

Klimawandel Folgen
Foto: Vincent M.A. Janssen (Pexels)

Es gibt zahlreiche Maßnahmen, um die dargestellten Klimawandel-Folgen nicht eintreten zu lassen: Dazu gehören auch politisches Engagement und Demonstrationen. Am besten können wir aber bei unserem eigenen Konsumverhalten anfangen. Wenn wir möglichst wenige Produkte kaufen, die im Zusammenhang mit der Freisetzung von Treibhausgasen stehen, wird die Industrie auch das Angebot solcher Produkte verringern.

Dies hier sind ein paar Maßnahmen, die leicht und ohne Reduzierung Deiner Lebensqualität umsetzbar sind:

  • Kaufe Saisonales Obst und Gemüse!
  • Konsumiere möglichst wenig, was von der Kuh kommt (Milchprodukte und Fleisch)!
  • Vermeide es, Lebensmittel wegzuwerfen!
  • Fahr‘ mal öfter mit dem Fahrrad oder der Bahn anstatt mit dem Auto!
  • In den Urlaub kann man auch mit dem Zug fahren. Es müssen nicht immer Flugreisen und Kreuzfahrten sein.
  • Überprüfe einmal die Energieeffizienz Deiner Elektrogeräte (vor allem Kühlschrank, Spül-/Waschmaschine, Herd). Ist es möglicherweise langsam Zeit für einen Tausch?
  • Reduziere alle Lebensmittel zum Mitnehmen (Coffee-to-go, Mittagessen vom Imbiss, etc.)!

Ich persönlich nutze diesen Blog selbst, um immer aufmerksamer auf die Möglichkeiten zu werden, die Umwelt zu retten. Wenn ich hier etwas schreibe, bin ich gezwungen, für die Inhalte zu recherchieren. Ich würde mich freuen, wenn Du ergänzend dazu einen konstruktiven Kommentar abgeben würdest. Ich freue mich über jeden Hinweis, der mein Umweltbewusstsein verbessert.

 

HALLO AWIN

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