Wie ökologischer Frugalismus die Umwelt rettet

Es gibt einen Weg, die Umwelt zu retten und gleichzeitig ein glückliches und unabhängiges Leben zu führen. Ein Leben, in dem Du genug Zeit und Mittel für Dich und Deine Familie hast. Und das Beste: Wenn jeder so lebt, brauchen wir uns um den Patienten Erde keine Sorgen mehr zu machen. Dieser Weg heißt „ökologischer Frugalismus“.

Was bedeutet ökologischer Frugalismus?

Frugalisten leben sparsam mit der Absicht so schnell wie möglich wirtschaftlich unabhängig zu werden. Viele sprechen davon, mit 40 in Rente zu gehen. Beim Frugalismus geht es also darum, die laufenden Ausgaben extrem gering zu halten und die monatlichen Überschüsse klug zu investieren. Wer diesen Lebensstil erfolgreich gestaltet, kann schon früh von seinen Renditen, Dividenden, Zinsen oder Mieteinnahmen leben.

Ökologischer Frugalismus legt dabei den Fokus auf den Umweltschutz. Das bedeutet: Sowohl Deine Konsumausgaben als auch Deine Investitionen müssen umweltverträglich sein.

Einen Einblick in ein Leben als Öko-Frugalist bekommst Du in meinem Video und in diesem Beitrag unterhalb des Videos.

 

Wie funktioniert ökologischer Frugalismus?

Wenn Du ein Öko-Frugalist bist, lebst Du nach 2 Grundsätzen, die in engem Zusammenhang stehen:

  • Konsumverzicht
  • Umweltbewusstsein

Du konsumierst nur so viel, wie Du wirklich benötigst. Und das, was Du benötigst, muss umweltfreundlich produziert und recycelbar sein.

Konsumverzicht

Wer weniger kauft, hat weniger Besitztümer. Und das heißt: mehr Platz, mehr Zeit, mehr Geld und mehr Seelenfrieden. Frugalisten legen Wert darauf, dass finanzielle Enthaltsamkeit keineswegs gleichbedeutend mit einem Verzicht an Lebensfreude ist. Vielmehr macht diese Art zu leben erfinderisch und kreativ.

Und das erhöht sogar die Intensität, am Leben aktiv teilzunehmen. Denn Frugalisten sparen nur bei Dingen, die keinen wertvollen Beitrag zur Lebensqualität leisten.

Es gibt einen wichtigen Zusammenhang zwischen Konsumverzicht und Umweltbewusstsein: Wenn wir weniger konsumieren, verbrauchen wir weniger natürliche Ressourcen und setzen weniger Treibhausgase frei. Wir hinterlassen also automatisch einen minimalen ökologischen Fußabdruck.

Umweltbewusstsein

Ökologischer Frugalismus

Bild: HeatherPaque (Pixabay)

Dadurch, dass Du weniger konsumierst, steht Dir mehr Geld zur Verfügung. Das entbindet Dich einerseits von finanziellen Sorgen und bietet Dir andererseits die Möglichkeit, es für die Dinge auszugeben, die Dir wirklich wichtig sind.

Und gerade wenn Deine Familie dabei an erster Stelle steht, musst Du sorgsam mit unserer Umwelt umgehen. Denn sonst werden Deine Kinder und Enkelkinder eines Tages in einer Welt leben, die nicht mehr so lebenswert wie die heutige ist.

Ein Öko-Frugalist kauft deshalb ausschließlich nachhaltige Produkte. Also Artikel, die von der Herstellung bis zur Entsorgung einen möglichst geringen Schaden an der Natur verursachen. Ein umweltbewusstes Leben führt nur derjenige, der

  • nur so viel konsumiert wie nötig,
  • sich möglichst wenig von tierischen Produkten ernährt,
  • wenig Energie verbraucht und darauf achtet, dass diese nicht aus fossilen Brennstoffen entsteht,
  • so plastikarm wie möglich konsumiert und
  • in Unternehmen, Sachwerte und andere Güter investiert, die umweltverträglich und ethisch korrekt sind.

Wie ökologischer Frugalismus die Welt verändern kann

Diese beiden Prinzipien – also Konsumverzicht und Umweltbewusstsein – sind der Schlüssel für eine bessere Welt. Denn Öko-Frugalismus beschert uns in jeder Hinsicht ein sorgenfreieres und gleichzeitig verantwortungsbewusstes Leben. Er macht unseren Planeten und alle Lebewesen, die auf ihm leben, gesünder.

Öko-Frugalismus für Deinen Seelenfrieden

Würde jeder Mensch auf der Welt seinen Konsum auf das Nötigste beschränken, bräuchte er weniger Geld. Und wer mehr Geld verdient als er braucht, kann dieses Geld in Lebenszeit umwandeln. Dafür gibt es 2 Möglichkeiten:

  1. Reduziere sofort Deine Arbeitszeit, um auf der Stelle mehr Zeit für Deine Kinder, Hobbys, Gesundheit, etc. zu haben.
  2. Spare und investiere, um früher in den Ruhestand gehen zu können und die Zeit dann für Deine Bedürfnisse zu nutzen.
Ökologischer Frugalismus

Bild: M. Hassan (Pixabay)

Egal, ob Du Dich für eine der beiden Alternativen oder für eine Mischform entscheidest: Wenn Du keine finanziellen Sorgen hast und nicht mehr Zeit gegen Geld tauschen musst, hast Du weniger Stress. Und Menschen mit einer starken Belastung durch chronischen Stress neigen deutlich häufiger zu Depressionen oder Schlafstörungen, was auch eine Studie zur Gesundheit Erwachsener in Deutschland belegt.

Öko-Frugalismus für einen gesunden Planeten

Die klassische Form des Frugalismus hat den angenehmen Nebeneffekt, dass sich der Konsumverzicht automatisch positiv auf die Umweltbilanz auswirkt. Ein ökologischer Frugalist legt aber sein Hauptaugenmerk auf Umweltfreundlichkeit.

Es ist nicht ganz ausgeschlossen, dass die Politik das Ruder in Form geeigneter Maßnahmen (Agenda 2030) noch herumreißen wird. Eher sollten wir aber auf innovative Unternehmen hoffen, die in Zukunft durch nachhaltige Technik Treibhausgase neutralisieren und funktionierende Recyclingsysteme produzieren. Das alles wird aber lediglich Schäden begrenzen können. Wir können die Zeit nicht zurückstellen und wir dürfen auch nicht ohnmächtig darauf warten, dass andere unsere Scherben aufsammeln. Stattdessen müssen wir selbst Verantwortung für den Umweltschutz übernehmen.

Nachhaltigkeit und Frugalismus ergänzen sich so gut, weil Konsumverzicht sowohl für Deine finanzielle Sicherheit als auch gleichzeitig für den Umweltschutz die wirksamste Maßnahme ist.

Und genau genommen gehören diese beiden Ziele zusammen. Denn der gemeinsame Nenner für Nachhaltigkeit und Frugalismus ist es, Dir und Deinen Kindern ein freies und glückliches Leben zu ermöglichen. Finanzielle Sicherheit und ein gesunder Planet sind das Fundament für ein solches Leben.

Wer also wenig konsumiert, weil er sparen will, handelt intuitiv umweltbewusster. Und wer umgekehrt erkennt, dass wir die Umwelt nur dann schützen können, wenn wir ihr nicht im großen Stil ihrer natürlichen Ressourcen berauben, wird er dadurch auch mehr Geld in der Tasche haben.

Ökologischer Frugalismus

Bild: G. Altmann (Pixabay)

Umweltschutz geht nur durch Konsumverzicht

Wir müssen uns die Wirkung von Konsumverzicht vergegenwärtigen. Bei jeder Ausgabe sollten wir uns die Frage stellen: Wie groß sind die Umweltauswirkungen?

Meistens sind die wirklich teuren Sachen auch die umweltschädlichsten. Die besten Beispiele dafür sind Häuser, Autos und Fernreisen. Alles teuer! Und alles mit negativen Umweltauswirkungen verbunden.

Natürlich gibt es auch Ausnahmen: So sind Bio-Produkte teurer als herkömmliche Ware. Und ECHTER ÖKOSTROM ist teurer als der Standardtarif.

CO2 Fußabdruck reduzieren

Das alles aber steht in keinem Verhältnis zu den wirklich teuren Anschaffungen. Deshalb passt der Traum vom Einfamilienhaus einfach nicht mehr in diese Zeit. Denn er ist der größte Umweltkiller. Der Stern machte bereits in 2016 auf die Umweltauswirkungen von Einfamilienhäusern aufmerksam. Insbesondere die Versiegelung von Flächen und der Energieverbrauch ist unverhältnismäßig höher als in Mehrfamilienhäusern.

Wer ein Haus auf Pump kauft, lebt deshalb nicht nur über seinen finanziellen, sondern insbesondere über seinen ökologischen Verhältnissen. Um es deutlich zu machen: Ein Leben im Einfamilienhaus wirkt sich derart auf die Größe Deines ökologischen Fußabdrucks aus, dass Du die Umweltschäden durch keine Maßnahme dieser Welt kompensieren kannst. Das gilt natürlich nicht ausnahmslos. Es kommt immer auf die Größe, Bauweise und Energieeffizienz des Hauses an.

Wenn Du Dich stattdessen von diesem Traum verabschiedest, lebst Du einerseits wirklich nachhaltig und Du brauchst Dir andererseits keine Gedanken mehr um den Preis einzelner alltäglicher Konsumgüter zu machen.

Ein ökologischer Frugalist muss ein Jahr länger arbeiten

Als ökologischer Frugalist legst Du im Gegensatz zum klassischen Frugalisten bei Deinen Konsumausgaben und Investitionen Deinen Schwerpunkt auf Umweltschutz und Ethik.

Du gibst also beispielsweise 20 Cent mehr für Schokolade aus, weil sie vegan und fairtrade ist. Und an der Börse machst Du etwas weniger Rendite, weil Du Dich nicht an den lukrativen Investitionen in Tabak und Waffen beteiligst.

Vielleicht darfst Du dadurch erst ein Jahr später in Rente gehen als ein normaler Frugalist. Aber schlussendlich ist klar: Umweltschutz und wirtschaftliche Sicherheit stehen sich nicht im Wege. Im Gegenteil: Sie bilden eine Symbiose.

Umweltschutz und Frugalismus: Ein gemeinsames Ziel

Über allem steht, dass Du für Dich und Deine Nachkommen eine möglichst lebenswerte Existenz sichern möchtest. Und deshalb bin ich davon überzeugt: Die Welt wäre besser, wenn jeder ein ökologischer Frugalist wäre.

Was sind Deine Gedanken zum Öko-Frugalismus? Lass es mich gerne wissen, indem Du einen Kommentar hinterlässt.

 

 

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